Naturfasern
 
                 
 

In der Zeit der Industrialisierung und Digitalisierung; “Fortschritt” jeglicher Art, ist uns leider etwas abhanden gekommen..... :

Der Respekt vor der Natur!

Die vielen vielen Geschenke, die die Natur für uns bereit hält und an denen wir achtlos vorbeigehen, ohne diesen eines Blickes oder gar Aufmerksamkeit zu widmen.

Auf dieser Seite geht es nun um

Schafwolle , Alpaka , Angora , Mohair

Schafwolle:

Die Schafwolle hat viele hervorragende verblüffende Eigenschaften. Sie ist in der Lage, Feuchtigkeit bis zu einem Drittel ihres Eigengewichtes aufnehmen, ohne durchnässt zu sein.Desweiteren ist sie sehr atmungsaktiv. Die schnelle Verdunstung von Wasser an der Oberfläche der Faser gewährleistet eine hohe Isolierfähigkeit der Wolle. Durch die natürliche Fettschicht “Lanolin” rinnt das Wasser bereits an der Oberfläche der Wollfaser ab und verhindert dadurch das Eindringen der Feuchtigkeit ins Innnere der Kleidungsstücke für einen langen Zeitraum. Schafwolle ist auch als Dämmstoff gut geeignet, da sie schwer entflammbar ist.
Schafwolle ist ein umweltfreundlicher, nachwachsender, immer vorhandener Rohstoff, der uns, obwohl die Entsorgungsprobleme nicht vorhanden sind, nicht dazu verleiten sollte, ihn zu verschwenden. Man kann aus diesem Rohstoff die tollsten Sachen herstellen, z.B. gesunde Bekleidung.    Schafwolle waschen

Alpaka:

Alpakas sind Kleinkamele ohne Höcker und stammen aus Bolivien, Chile und Peru. Sie leben in den Hochsteppen der Anden, in Höhen von 3000 – 5000 Meter. Auch in Deutschland gibt es einige Züchter, die sich für Alpakas begeistern.

Die Wolle ist nicht nur bei Handspinnern sehr beliebt.Alpaka-Wolle gibt es in weiß, grau, beige, braun, rotbraun, schwarz und fawn. Die Wolle erinnert mehr an Haare und lässt sich supergut verspinnen. Sie ist sehr fein und weich. Man könnte die Rohwolle auch ungewaschen oder unkardiert verspinnen. Meine Erfahrung damit besagt allerdings, dass die Wolle sehr staubig ist und somit erst einmal gewaschen werden muß – dann natürlich kardieren oder färben.

Angora:

Die echte Angora-Wolle stammt vom bekannten Angorakaninchen. Es gibt die Farben weiß und schwarz. Wobei das schwarz eher mausgrau ist...vereinzelt sollen sie auch schon in der Farbe rot gesehen worden sein....Sie lässt sich unkardiert verspinnen, allerdings nicht für Anfänger geeignet, da es ziemlich „glatt“ ist – es hat nun mal kein Lanolin – wie etwa bei Schafwolle. Ich habe einen Faden Angora-Wolle gesponnen und mit einem Baumwollfaden verzwirnt. Die „Flausche“ die man sich bei Angora-Wolle vorstellt, war trotzdem enorm (Beweis folgt – unter „stricken“ Pullover ist schon lange fertig – fotografieren macht nicht solch ein Spaß wie Spinnen )

Angorawolle ist die leichteste Faser, die man zum Spinnen zur Verfügung hat und dennoch hält sie enorm warm – ich spreche aus Erfahrung – siehe oben....

Mohair

Mohair stammt –verblüffender weise – von der Angoraziege ab.... Auch diese Faser ist enorm weich. Muß aber vor dem Verspinnen unbedingt gewaschen und kardiert werden. Kardieren mindestens zweimal. Es ist sehr lockig! Es hat einen leichten Glanz, der selbst beim Färben erhalten bleibt.

Auch Mohair ist nur für geübte Spinnerinnen geeignet da es ebenfalls sehr glatt ist.